Deutschland, Norddeutschland

Ole Hansen. Jeremias Voss und die Tote vom Fischmarkt – 1 (2016)

Der Hamburger Privatdetektiv Jeremias Voss wird zur Testamentsverlesung einer völlig Fremden eingeladen: Dort erhält er ein Schreiben der verstorbenen Veronica Beermann, die ihn mit der Aufklärung ihrer eigenen Ermordung beauftragt. Voss‘ Neugier ist geweckt.

Voss bekommt bei seinen Ermittlungen allerdings einige Probleme: So wird die Ermordete zur Einäscherung abtransportiert, noch bevor die Gerichtsmedizinerin ihre Untersuchungen abschließen kann. Immerhin konnte sie vorher noch feststellen, dass Veronica an einem Schlangenbiss in den Knöcheln starb. Wie kommt eine Schlange auf den Fischmarkt?

Familienbande

Im Umfeld der Ermordeten findet Voss zunächst nicht viel. Nach einem traumatischen Erlebnis vor mehr als zwanzig Jahren hatte Veronica Beermann den Kontakt zu ihren Eltern und der wesentlich jüngeren Schwester abgebrochen. Niemand kann Voss sagen, wo oder wie sie lebte. Und was hatte vor all diesen Jahren den Bruch provoziert?

Die schöne jüngere Schwester

Voss‘ wichtigste Quelle scheint zunächst die jüngere Schwester Sonja Beermann, doch diese weiß kaum etwas von der Verstorbenen. Allerdings ist die hübsche junge Frau Voss auch als Bettgenossin mehr als willkommen. Erst nach einigen ausdauernden Befragungen und viel Rennerei, setzt sich für Voss langsam ein Bild zusammen und er stellt dem Täter eine Fall: auf dem Fischmarkt.

Simpel

Alles in allem ein allzu simpel gestrickter und noch einfacher erzählter Krimi, der für echte Krimi-Fans eine herbe Enttäuschung darstellt. Die Figuren sind schablonenhaft, der Autor bedient so gut wie alle Klischees zum Privatdetektiv und zu einer Krimihandlung – das ist Groschenroman-Niveau. Wer es so schlicht und simpel mag: Hier ist der passende Krimi. Ansonsten lieber Finger weg.

Ole Hansen ist ein Pseudonym des ehemaligen Bundeswehrsoldaten und Autors Herbert Rhein.

Ole Hansen. Jeremias Voss und die Tote vom Fischmarkt. München: dotbooks, 2016. (Jeremias Voss 1)

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