Österreich

Ursula Poznanski. Schatten – Kaspary/Wenninger 4 (2017)

Die Salzburger Kriminalpolizei bekommt es mit einem grausamen Serienkiller zu tun – und mit Verwunderung und Entsetzen stellt Kommissarin Beatrice Kaspary fest, dass alle Taten irgendwie mit ihr und der Ermordung einer Freundin vor fast 20 Jahren zu tun haben …

Markus Wallner wird grausam zugerichtet in seiner Wohnung gefunden, niemand weiß etwas Gutes über ihn zu sagen. Und auch Beatrice Kaspary erinnert sich, dass sie in ihren Anfangsjahren bei der Polizei von ihm belästigt und gedemütigt wurde. Verwertbare Spuren hat der Mörder nicht hinterlassen, aber Beatrice fällt eine alte Zeitung mit einem Bericht über den Mord an ihrer Freundin auf. Dann sieht sie sogar eine Haarspange, von der sie sicher ist, dass es damals ihre war … Zufall? Hirngespinste? Doch so viel Zufall ist schon verdächtig, findet auch ihr Kollege und Freund Florin Wenninger. Beatrice ist sicher, dass der Schlüssel zum aktuellen Mord im alten Mord an ihrer Freundin Evelyn liegt und geht der Sache nach.

Mörderisches Spiel

Andrea Martinek schien auch nicht sonderlich beliebt gewesen zu sein, wie sich nach ihrer Ermordung zeigt. Die Hebamme wird ertränkt an einem Bach gefunden, in der Tasche ein Foto, auf dem Markus Wallner zu sehen ist und das in seiner Wohnung fehlte. Und Beatrice wird klar, dass sie es nicht nur mit demselben Täter zu tun haben, sondern dieser ein perfides Spiel mit ihr treibt: Denn auch Beatrice konnte diese Hebamme damals nicht leiden, als sie schwanger war. Doch wer kann das wissen, außer ihrem Ex-Mann, und was will der Mörder von ihr?

Spuren aus der Vergangenheit

Beatrice besorgt sich die alten Ermittlungsunterlagen und auch Evelyns Tagebuch, das sich zu einer faszinierenden Lektüre entwickelt. Allerdings verwendete Evelyn meistens Spitznamen, die sich teilweise nicht mehr zuordnen lassen. Vor allem ein „Jago“ tut sich durch merkwürdige Äußerungen hervor, aber er konnte damals schon nicht gefunden werden. Trotzdem versucht Beatrice, den alten Spuren nachzugehen in der Hoffnung, auf den aktuellen Mörder zu stoßen. Ihr Chef, Hoffmann, glaubt zwar, sie wolle sich nur wichtig machen, aber Psychologe Vasinsky bestätigt Beatrices Schlussfolgerungen und ermutigt sie.

Weitere Opfer

Natürlich kann es der Mörder nicht bei diesen beiden Opfern belassen und er scheint Beatrice immer näher zu kommen … wie nahe, erzähle ich hier besser nicht, es würde doch zu viel vorwegnehmen. Der Krimi ist auf jeden Fall spannend zu lesen, die Figuren sind sympathisch, auch die privaten Aspekte sehr menschlich geschildert. Leider ist von Anfang an recht deutlich, wer der Täter sein muss, aber bis sich die Ahnung bestätigt, liest man auf jeden Fall einen eher ungewöhnlichen und sehr spannenden Krimi, der einen bestens unterhält.

Ursula Poznanski. 2017. Schatten. Reinbek: Wunderlich. (Kaspary/Wenninger 4)

Mehr zur Autorin und zur Serie auf der Autorenseite Ursula Poznanski.

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