Deutschland, Norddeutschland

Katharina Peters. Todeswoge – Emma Klar 3 (2018)

Detektivin Emma Klar sucht nach dem verschwundenen Ingo Beyer. Der junge Mann lebte unauffällig ganz in der Nähe von Wismar, sang im Chor, spielte Badminton – aber seit Monaten hat ihn niemand mehr gesehen. Als Emma mit ihren Ermittlungen beginnt, stellt sich schnell heraus, dass Beyer eine bewegte Vergangenheit hat: Er war wegen Kindermordes angeklagt, wurde aber freigesprochen.

Nach dem letzten erfolgreich gelösten Fall ist BKA-Mitarbeiterin Johanna Krass zur Abteilungsleiterin befördert worden, doch Emma Klar entscheidet sich, lieber die Detektei in Wismar weiterzuführen, als wieder in den Polizeidienst zu gehen. Auch wenn die neuen Fälle nicht gerade Schlange stehen … Aber dann kommt die Hamburgerin Lilo Eichborn und beauftragt Emma, nach einem Bekannten zu suchen: Ingo Beyer habe sich in diesem Jahr nicht zu ihrem Geburtstag gemeldet.

Kindermorde?

Emma entdeckt schnell einige Ungereimtheiten: Lilo Eichborn war nicht die Nachhilfeschülerin Beyers, wie sie behauptet, sondern Beyer war mit Lilos Bruder Karsten Eichborn eng befreundet. Der ist allerdings vor vier Jahren bei einem Bootsunglück ertrunken. Die alte Anklage gegen Beyer findet Emma mithilfe ihrer Kontakte zur Polizei natürlich auch. Damals wurden zwei Kinderleichen in der Nähe des Flugplatzes gefunden. Als auch in Wismar am Flugplatz die Leiche eines Kindes entdeckt wird, beginnen offizielle Ermittlungen, in die Emma auf Johannes Wunsch eingebunden wird. Unterstützung bekommt sie dabei von Christoph Klausen, den sie von ihrem letzten Fall kennt und dem scheinbar eine größere Rolle zugedacht ist.

Detektivin im Polizeieinsatz

Wieder wird Detektivin Emma also in polizeiliche Ermittlungen einbezogen, wobei sie sich nicht unbedingt an die Regeln halten muss, aber an alle Informationen kommt. Und die sind nicht besonders schön, Emma deckt auf, was Ingo Beyer zu verbergen wusste. Und natürlich gerät sie dabei einmal mehr selber in große Gefahr …

Routiniert und spannend

Wieder ein routinierter Krimi der Autorin, vom Stil her fast sachlich berichtend, das Privatleben der Serienfiguren eher angedeutet, nicht zu viel psychologisierend, der Fall wieder grausam – insgesamt bewährte Zutaten in den Krimis der Autorin. Alles zusammen ergibt aber wieder eine absolut spannende Lektüre, die man zwischendurch ungern aus der Hand legt.

Katharina Peters. Todeswoge. Ein Ostsee-Krimi. Berlin: Aufbau Verlag, 2018. (Emma Klar 3)

Mehr zur Autorin und zur Serie auf der Autorenseite Katharina Peters.

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